Lehrer/-in werden – Ein Beruf für mich?

Lehrer/-innen vermitteln Wissen und Können. Sie bilden aber auch Herz und Charakter ihrer Schüler/-innen. Kurz: Lehrer/-innen prägen die Zukunft!

Welches Lehramtsstudium passt zu mir?

In Bayern kannst du die folgenden sechs verschiedenen Lehrämter studieren:

Grundschule


In der Grundschule erlernen die Kinder Grundlagen im Lesen, Schreiben und Rechnen, anfangs eher spielerisch, später dann immer mehr auch reflektierend und analysierend – immer aber mit einem großen Fokus auf Anschaulichkeit, Kreativität und Lernen mit allen Sinnen. Als Grundschullehrer/-in übernimmst du in deiner Klasse den Großteil des Unterrichts in mehreren Fächern. Du bist als Klassenlehrer/-in für die Kinder eine ganz wichtige Bezugsperson und hilfst wesentlich dabei mit, ihnen einen guten Start in eine erfolgreiche Schullaufbahn zu ermöglichen!
Weitere Informationen zur Lehrerausbildung an Grundschulen findest du hier.

Mittelschule


Die Mittelschule vermittelt Jugendlichen eine solide Allgemeinbildung, gleichzeitig stehen die praktischen Talente und Fähigkeiten der Schüler/-innen im Vordergrund. Als Mittelschullehrer/-in bist du Klassenlehrer/-in, das heißt, du unterstützt deine Schüler/-innen in mehreren Fächern und begleitest sie als wichtiger Ansprechpartner auf dem Weg zu Berufsausbildung und Erwachsenwerden.
Weitere Informationen zur Lehrerausbildung an Mittelschulen findest du hier.

Förderschule (Sonderpädagogik)


Das Lehramt Sonderpädagogik kann in sieben sonderpädagogischen Fachrichtungen erworben werden. An Förderschulen werden Kinder mit besonderem Förderbedarf unterrichtet. Hier gilt es ganz besonders, jedes Kind in seiner Verschiedenheit willkommen zu heißen und individuell auf jede/-n Schüler/-in einzugehen. In kleinen Klassen unterstützt du als Lehrer/-in die Kinder in ihrem jeweiligen Förderbedarf (z. B. Schwerpunkte emotional-soziale Entwicklung, geistige Entwicklung, Hören oder Sprache). Außerdem berätst du Lehrkräfte anderer Schularten.
Weitere Informationen zur Lehrerausbildung an Förderschulen findest du hier.

Realschule


Die Realschule vermittelt eine erweiterte Allgemeinbildung. Dabei werden Theorie und Praxis stets verzahnt. Zu den Schwerpunkten gehören die intensive Vorbereitung auf eine Berufsausbildung sowie weiterführende schulische Bildungsgänge. Als Realschullehrer/-in unterrichtest du in der Regel zwei Fächer und bist in verschiedenen Klassen tätig. Du förderst die Persönlichkeitsentwicklung deiner Schüler/-innen und unterstützt sie bei der Wahl ihrer weiteren Bildungswege – den Weg zur Berufsausbildung genauso wie zu Hochschulreife und Studium.
Weitere Informationen zur Lehrerausbildung an Realschulen findest du hier.

Gymnasium


In ihren neun Jahren am Gymnasium entwickeln sich Schüler/-innen von Kindern zu jungen Erwachsenen. Diese Schulart fördert eine reflektierte, kritische Haltung in der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und Meinungen. Hier haben besonders talentierte Kinder und Jugendliche vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten.
Als Gymnasiallehrer/-in unterrichtest du in der Regel zwei Fächer. Hier spielt die Vermittlung einer vertieften Allgemeinbildung eine wichtige Rolle, aber auch wissenschaftliche Arbeitsweisen, um die Schüler/-innen auf die allgemeine Hochschulreife und ein Studium vorzubereiten. Das Gymnasium kommt für dich als Schulart also vor allem dann in Frage, wenn du dich auch vertieft und wissenschaftlich mit den von dir unterrichteten Fächern auseinandersetzen und deine Begeisterung für deren Inhalte an die Schüler/-innen weitergeben möchtest.
Weitere Informationen zur Lehrerausbildung an Gymnasien findest du hier.

Berufliche Schulen


Die Beruflichen Schulen in Bayern zeichnen sich durch ihre Vielzahl und Vielfalt aus: von den Berufsschulen über die Wirtschaftsschulen, die Berufsfachschulen, Fachschulen und Fachakademien bis hin zur FOSBOS (Beruflichen Oberschule). Allen gemeinsam ist, dass neben einer profunden Allgemeinbildung ein starker Praxisbezug im Vordergrund steht.
Die Studienmöglichkeiten für dieses Lehramt sind ebenso vielfältig. Als Lehrer/-in an Beruflichen Schulen unterrichtest du in der Regel eine berufliche Fachrichtung wie Wirtschaft, Elektro- und Informationstechnik oder Sozialpädagogik sowie ein allgemeinbildendes Fach deiner Wahl, z.B. Englisch.
Je nach Beruflichem Schultyp bereitest du die Schüler/-innen auf unterschiedliche Abschlüsse vor, vom Berufsabschluss bis hin zur Hochschulreife, und eröffnest ihnen damit einen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben oder ein Studium. Die Beruflichen Schulen kommen für dich also vor allem dann in Frage, wenn dir in den von dir unterrichteten Fächern neben dem theoretischen auch der praktische Bezug wichtig ist.
Weitere Informationen zur Lehrerausbildung an Beruflichen Schulen findest du hier.

Wie wird man Lehrer/-in?

Klicke auf die einzelnen Phasen der Lehrerbildung, um mehr über sie zu erfahren:

Studium an der Universität (ca. 4-5 Jahre)




Während deines Studiums beschäftigst du dich inhaltlich intensiv mit deinen gewählten Fächern sowie den Besonderheiten deiner zukünftigen Schulart. In der Regel kann ein Studium für das Lehramt an Grundschulen, Mittelschulen und Realschulen in 7 Semestern, für das Lehramt Sonderpädagogik, an Gymnasien und Beruflichen Schulen in 9 Semestern abgeschlossen werden.
Weitere Informationen zum Studium des Lehramts deiner Wahl findest du hier. Wenn du noch ein Erweiterungsfach hinzunimmst, verlängert sich dein Studium normalerweise um weitere zwei Semester.

Erste Staatsprüfung

(Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Sonderpädagogik)
Am Ende deines Lehramtsstudiums an der Universität werden die Ergebnisse deiner theoretischen Ausbildung abgeprüft. Die Erste Lehramtsprüfung besteht aus zwei Teilen: aus den Ergebnissen der Modulprüfungen während des Studiums und aus den Abschlussprüfungen im Rahmen der Ersten Staatsprüfung. Dabei macht die Erste Staatsprüfung mindestens 60 Prozent der Abschlussnote aus.

Masterprüfung

(Berufliches Lehramt)
Das Studium der Berufs- und Wirtschaftspädagogik untergliedert sich jeweils in eine berufliche Fachrichtung, ein allgemein bildendes Unterrichtsfach sowie die Sozial- und Bildungswissenschaften und wird mit einem Master der Berufs- bzw. Wirtschaftspädagogik abgeschlossen.

Referendariat an der Schule (2 Jahre)




Im Referendariat (= Vorbereitungsdienst) geht es darum, dein Wissen und Können aus dem Studium praktisch anzuwenden und Unterrichtserfahrung zu sammeln – und auch hier gibt es noch viel zu lernen: Ausgehend von den Lernbedürfnissen und -voraussetzungen der Schüler/-innen den Unterrichtsstoff aus dem Lehrplan über das Schuljahr verteilen, Inhalte in einer Unterrichtsstunde möglichst zielführend und altersangemessen vermitteln und einüben, Noten gerecht und aussagekräftig erheben … Seminarlehrer/-innen und eine Seminarleitung begleiten und unterstützen dich dabei – in deinen Unterrichtsfächern wie in Pädagogik, Psychologie und Schulrecht. Einen Abschnitt des Vorbereitungsdienstes unterrichtest du an einer Einsatzschule. Auch dort betreuen dich erfahrene Lehrer/-innen. Durch die zunehmende Übernahme von Verantwortung wächst du im Laufe der zwei Schuljahre in deine Rolle als vollwertige/-r Lehrer/-in hinein.
Weitere Informationen zum „Ref“ an der Schulart deiner Wahl findest du hier.

Die Zweite Staatsprüfung


Am Ende des Referendariats legst du die Zweite Staatsprüfung ab. In dieses fließen Beobachtungen der Seminarlehrer/-innen aus den zurückliegenden zwei Jahren im Referendariat sowie die Ergebnisse von theoretischen (mündlichen) Abschlussprüfungen, einer schriftlichen Hausarbeit sowie den Prüfungslehrproben ein. Prüfungslehrproben sind Unterrichtsstunden, die du in regelmäßigen Abständen während des gesamten Referendariats hältst und die von mehreren Lehrern/Lehrerinnen bewertet werden.
Weitere Informationen findest du hier.

Lehrer/-in sein


Als voll ausgebildete/-r Lehrer/-in verbringst du etwa die Hälfte deiner Arbeitszeit vor einer oder mehreren Klassen und unterrichtest. Das ist sehr abwechslungsreich, denn die Zahl der Unterrichtsmethoden und Materialien ist nahezu unerschöpflich. Daneben planst und korrigierst du Leistungserhebungen und gibst deinen Schülern/Schülerinnen individuelle Rückmeldungen. Außerdem gibt es für dich noch viele Möglichkeiten, etwas zum Schulleben beizutragen: Von der Organisation von Projekten, Schülerfahrten oder Schulfesten bis hin zu fest vergebenen Aufgaben wie Verbindungslehrkraft oder der Betreuung einer AG.

Wo kann ich Lehramt studieren?

Je nach Schulart und Fächerkombination gibt es in Bayern viele verschiedene Hochschul­standorte! Recherchiere hier, wo du studieren könntest.

Und wo kann ich mich beraten lassen?

Die Universitäten sind für dich erste Ansprechpartner bei Fragen rund um das Studium. Hier findest du die Kontaktdaten.
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Lehrer/-in sein ...
mal ausprobieren?

An einer Schule in deiner Nähe kannst du im Rahmen eines Praktikums in den Lehrer/-innen-Alltag hineinschnuppern. Vielleicht darfst du sogar eine Stunde übernehmen – so findest du schnell raus, ob dir die Arbeit vor der Klasse Spaß macht!
Frag’ doch mal nach!

Welche Perspektiven haben Lehrer/-innen?

An der Schule wirst du Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen begegnen – allesamt mit verschiedenen Interessen, Begabungen und Persönlichkeiten. Für Lehrer/-innen ist kein Tag wie der andere, dieser Beruf ist vielfältig, abwechslungsreich und herausfordernd.

… und außerhalb der Schule?

Selbst wenn du zu einem Zeitpunkt merkst, dass du vielleicht doch nicht Lehrer-/in sein möchtest, stehen dir aufgrund der umfangreichen und vielseitigen, fachlichen wie pädagogisch-didaktischen Ausbildung viele Wege offen: Je nach studierten Fächern stellen Firmen der unterschiedlichsten Branchen gerne ausgebildete Lehrer/-innen ein. Überall dort, wo man Personen mit einem Studium benötigt, kannst du theoretisch auch arbeiten:
Universitäten
Wissenschaft
& Forschung
Bibliotheken
& Archive
Medien
& Print
Banken &
Versicherungen
Metall- &
Elektroindustrie
Personalwesen
Arbeit
mit Kindern
Museen
& Kultur
Kreativität
& Marketing
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